CO2-Zertifikate und Metallschmelze
Metallgießereien und Schmiedebetriebe stehen zunehmend unter Druck, ihre CO₂-Emissionen zu reduzieren. Solare Induktionsschmelzsysteme bieten eine überzeugende Lösung: Sie eliminieren die Verbrennung fossiler Brennstoffe beim Schmelzen und erzeugen gleichzeitig wertvolle CO₂-Zertifikate, die auf freiwilligen oder verpflichtenden CO₂-Märkten gehandelt werden können.
So funktionieren CO2-Zertifikate
CO₂-Zertifikate (auch CO₂-Kompensationen genannt) repräsentieren nachweisliche Reduzierungen von Treibhausgasemissionen. Ein CO₂-Zertifikat entspricht in der Regel einer Tonne CO₂-Äquivalent (tCO₂e). Gießereien, die Solarenergie anstelle von Netzstrom oder fossilen Brennstoffen nutzen, können Zertifikate auf Basis der nachweislichen Emissionsvermeidung generieren.
Umsatzberechnung
Ein 100-kW-Induktionsofen, der 8 Stunden täglich in Betrieb ist, verbraucht etwa 800 kWh pro Tag. In einer Region, in der der Strom aus fossilen Brennstoffen stammt (durchschnittlich 0,7 kg CO₂/kWh), vermeidet dieser Ofen 560 kg CO₂ pro Tag bzw. rund 200 Tonnen CO₂ pro Jahr. Bei den aktuellen CO₂-Preisen (10–50 USD/Tonne) generiert dies jährliche Einnahmen von 2.000–10.000 USD aus dem Verkauf von CO₂-Zertifikaten.
Arten des Kohlenstoffmarktes
- Compliance-Märkte:EU-ETS, kalifornische CAP, chinesisches ETS – Preise 25–100 USD/tCO2e
- Freiwillige Märkte:Verra, Goldstandard – Preise 5–50 USD/tCO2e
- Jurisdiktionen mit CO2-Steuer:Direkte Kosteneinsparungen bei einer CO2-Besteuerung
Zusätzliche ESG-Vorteile
Neben den direkten Einnahmen aus CO2-Zertifikaten verbessern Solarinduktionssysteme die Einhaltung von Umweltauflagen, unterstützen die ESG-Berichtspflichten, steigern den Markenwert für nachhaltigkeitsorientierte Kunden und können unter Umständen für grüne Finanzierungen zu Vorzugszinssätzen in Frage kommen.

