Die Herstellung von fertigen Stahlstangen aus Eisenerz und recyceltem Schrott erfolgt mithilfe des Elektrolichtbogenofens.
Rohstoffe verstehen
Wege der Eisenerzverarbeitung: Moderne Lichtbogenöfen verarbeiten Eisenerz durch Direktreduktion mit einem Reinheitsgrad von 85-92% metallischem Eisen.
Recycelter Schrott: Die Kategorien Haushalts-, Gebraucht- und Altschrott liefern einen wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Rohstoff.
Die fünf Phasen der Stahlerzeugung im Lichtbogenofen
Phase 1 Vorbereitung: Abfälle werden sortiert, zerkleinert und nach Dichteprinzipien vermischt.
Phase 2 Schmelzen: Graphitelektroden erzeugen innerhalb von etwa 45 Minuten Lichtbögen mit Temperaturen von über 3500 Grad Celsius.
Phase 3 Raffination: Sauerstoffinjektion oxidiert C-, Si-, Mn- und P-Verunreinigungen. Schlackenbildende Flussmittel absorbieren Oxide.
Phase 4 Desoxidation und Legierung: Zugabe von Aluminium- und Silizium-Mangan-Desoxidationsmitteln. Legierungselemente werden je nach Zielqualität eingebracht.
Phase 5 Abstich: Der Ofen kippt und gießt flüssigen Stahl in die vorgeheizte Gießpfanne.
Wirtschaftliche Vorteile
Kapitalinvestitionen ca. 25-30 % einer vergleichbaren integrierten Anlage
Die CO2-Emissionen sind im Vergleich zum BF-BOF-Verfahren mit 100 % Schrott als Einsatzmaterial um etwa 75 % geringer.
Geschlossener Wasserkühlkreislauf; Staubabscheidegrad über 99,9 %
Die Stabstahlproduktion mittels Lichtbogenofen bietet wirtschaftliche Rentabilität und ökologische Verantwortung, die Hand in Hand gehen.

