Ein Mittelfrequenz-Induktionsofen nutzt elektromagnetische Induktion zum Schmelzen von Metallen. Im Vergleich zu herkömmlichen Widerstands- und Brennstofföfen bieten Mittelfrequenzöfen eine schnellere Aufheizzeit, einen höheren thermischen Wirkungsgrad, eine präzise Temperaturregelung und geringere Metallverluste.
Funktionsprinzip
Gemäß dem Faraday'schen Gesetz der elektromagnetischen Induktion erzeugt ein Wechselstrom, der durch eine Induktionsspule fließt, Wirbelströme in der darin befindlichen Metallladung, wodurch Wärme zum Erhitzen und Schmelzen erzeugt wird.
Systemkomponenten:
- Mittelfrequenz-Netzteil (wandelt Netzfrequenz in Mittelfrequenz um)
- Induktionsspule (Kupferrohrwicklung)
- Feuerfeste Auskleidung (Quarzsandverdichtung oder vorgefertigter Tiegel)
- Kühlsystem (wassergekühlte Kabel, Induktionsspule)
- Hydraulische Kippvorrichtung
- Temperaturmess- und Regelsystem
Wichtigste Vorteile
| Vorteil | Beschreibung |
|---|---|
| Schnelles Aufheizen | Leistungsdichte 500-1000 kW/Tonne |
| Hoher thermischer Wirkungsgrad | Über 70 % |
| Präzise Temperaturregelung | Stufenlos einstellbare Leistung |
| Geringer Metallverlust | Weniger Oxidation, höhere Ausbeute |
| Umweltfreundlich | Abgase ohne Verbrennung |
Anwendungen
- Gießerei: Schmelzen von duktilem Gusseisen und Grauguss
- Nichteisenmetalle: Kupfer, Aluminiumlegierungen (Schmelzen)
- Edelmetalle: Gold, Silber Reinigung
- Schmieden: Induktionserwärmung des Rohlings
Unsere Mittelfrequenzöfen verfügen über eine volldigitale Steuerungstechnik und bieten dadurch eine hohe Schmelzeffizienz, einen geringen Energieverbrauch und eine einfache Bedienung.

